Landvolk Pressedienst

  1. L P DOrganisationstalent, Multitasking, Feingefühl – diese Fähigkeiten qualifizieren Frauen besonders gut für die Arbeit in der Landwirtschaft. „Vor allem im Tierbereich haben Frauen ein gutes Gespür für das Wohlbefinden ihrer Schützlinge“, sagt Vanessa Dierink. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Henning, der einen eigenen Hof bewirtschaftet und ihren Eltern Hartmut und Manuela wohnt und arbeitet sie in der Grafschaft Bentheim. „Ich mag die Abwechslung und die stetig neuen Herausforderungen, den Umgang mit meinen Hühnern und, dass ich die Kinder immer um mich haben kann“, nennt die 34-Jährige einige der Vorteile der Arbeit auf dem Hof.

  2. L P D – „Für eine selbstbestimmte Waldbewirtschaftung – gegen eine EU-Politik der Bevormundung!“ lautet der Titel einer Petition zur EU-Entwaldungsverordnung, die der Waldverband Österreich bei openPetition.eu auf den Weg gebracht und die noch bis zum 20. Juli online unterzeichnet werden kann. „Der Waldbesitzerverband Niedersachsen e.V. und das Landvolk Niedersachsen unterstützen diese Petition. Gemeinsam rufen wir unsere Waldbesitzerinnen und -besitzer sowie Interessierte auf, diese Petition zu unterstützen, damit die erforderliche Zahl von 50.000 Unterschriften noch erreicht wird“, appellieren Niedersachsens Präsident des Waldbesitzerverbandes, Philip von Oldershausen, und Landvolk-Vizepräsident Frank Kohlenberg. Die Petition mit aktuell über 40.000 Unterschriften fordert das Europäische Parlament und die Kommission zum Handeln gegen die Entwaldungsverordnung auf.

  3. L P D – Über Geld spricht man nicht? „Doch, auf jeden Fall“, sagt die Geschäftsführerin im neu gegründeten Arbeitskreis Unternehmerinnen beim Landvolk Niedersachsen, Wibke Frotscher. „Junge Unternehmerinnen stehen vor zahlreichen Herausforderungen, die über das reine Fachwissen hinausgehen“, erläutert die Referentin im Gespräch mit dem Landvolk-Pressedienst. Dazu zählten auch Fragen rund um Finanzierungen und Vorsorge, die noch viel zu oft tabuisiert würden.

  4. L P D – Für die Moorbauern Niedersachsens macht sich ein weiterer Bürokratie- und Verordnungssumpf breit. Mit Veröffentlichung der Landesverordnung zur Ausweisung der Gebietskulisse von Feuchtgebieten und Mooren (GLÖZ 2) im Niedersächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt am Montag (8.7.) ist diese tags drauf in Kraft getreten. „Parzellenscharf kann die neue Gebietskulisse nun im LEA-Portal eingesehen werden und es fällt auf, dass sich inhaltlich die Größe und die Auswirkungen gegenüber dem Entwurf der Verbandsanhörung geändert haben, die für unsere Moorbauern weitere Einschränkungen und Auflagen bedeuten“, muss Karsten Padeken, Sprecher der AG Moorbauern im Landvolk Niedersachsen, feststellen.

  5. L P D – Landwirte sind von den Auswirkungen des Klimawandels direkt in ihrer Lebensgrundlage betroffen. Und obwohl es durch die natürlichen Vorgänge in der Lebensmittelherstellung schwer ist, klimaneutral zu arbeiten, hat die Landwirtschaft ihre Ziele schon fast erreicht. „Da sind wir uns in dieser Runde einig, dass wir etwas gegen den Klimawandel tun können und müssen“, sagte Frank Kohlenberg, Vize-Präsident und Vorsitzender des Milchausschusses im Landvolk Niedersachsen, der auf dem Hof von Monika und Jürgen Hintze in Trebel im Landkreis Lüchow-Dannenberg tagte. Neben der Treibhausgasreduktion stand die Novellierung des Tierschutzgesetzes auf der Tagesordnung. „Landwirte setzen sich immer für mehr Tierwohl ein, und gleichzeitig muss es genug Tierärzte geben, um die Vorgaben praktisch umsetzen zu können“; sagte Kohlenberg. Das sei regional oft ein Problem.

  6. L P D – Das 20jährige Bestehen ihres Melkhus in Ostrhauderfehn im Landkreis Leer feiert in diesem Sommer Familie Weers. Die aus den Niederlanden inspirierte Idee mit den „Milchhäusern“ nahm 2001 ihren Anfang auf der „Dollart-Route“ und hat sich von dort aus nahezu im gesamten Nordwesten Niedersachsens ausgebreitet. Nach Angaben der Landesvereinigung der Milchwirtschaft (LVN) gibt es derzeit 40 Melkhüs  - gut zu erkennen am roten Dach. Das Erfolgsrezept der Familie Weers heißt Individualität: „Wir stellen uns gern auf die Bedürfnisse der Gäste ein – und da wir alles selbst zubereiten, können wir bei jedem Kuchen und jedem Milchshake genau sagen, was drin ist“, erzählt Gunda Weers, die das Melkus zusammen mit ihren Eltern Jula und Friedrich Weers betreibt.